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Kibbuz Kfar Aza nach dem 7. Oktober
Rita, Freiwillige in der Spendensammelstelle für Binnenflüchtlinge
Ronni, Familienmitglied einer Hamas-Geisel
In Israel nach dem 7. Oktober 2023

Meine fotografische Dokumentation nach den tragischen Ereignissen vom 7. Oktober in Israel zielt darauf ab, die tiefgreifenden Auswirkungen dieses Schicksalstags auf die israelische Gesellschaft authentisch festzuhalten. Durch meine Bilder möchte ich das Leid, die Herausforderungen und die kollektive Resilienz der israelischen Bevölkerung einfangen.
 
Besonders bewegend während meiner Arbeit in Israel waren die vielen Menschen, die mich in den Arm genommen haben, um ihre Dankbarkeit für mein Engagement auszudrücken. Viele Israelis fühlen sich von der Welt verlassen.
 
Ein zentrales Anliegen meiner Arbeit besteht darin, aktiv gegen Antisemitismus zu wirken und ins kollektive Bewusstsein zu rufen, dass sowohl die palästinensische Bevölkerung als auch die Israelis Opfer dieser katastrophalen Situation sind. In unserer postmodernen Ära liegt der Fokus der medialen Aufmerksamkeit häufig auf der Darstellung der Opfer. Dabei wird übersehen, dass sowohl Palästinenser als auch Israelis in dieser herausfordernden Lage gleichermaßen leiden.
 
Meine Fotografien dokumentieren nicht nur, sondern schaffen auch eine Verbindung zwischen der medialen Darstellung Israels und der tatsächlichen Realität in Israel. Inmitten des Schmerzes sollen die Geschichten der Überlebenden, der Familienangehörigen der Geiseln und ihre Anstrengungen, die Hoffnung nicht zu verlieren, Raum für Empathie und Verständnis öffnen.
 
In einer Zeit, in der Vorurteile oft die Wahrnehmung verzerren, sucht meine Arbeit danach, eine Brücke zu schlagen und das Bewusstsein dafür zu schärfen, dass Mitgefühl und Empathie wichtige Werkzeuge für den Abbau von Feindseligkeiten und Missverständnissen sind. Diese fotografische Dokumentation ist nicht nur ein Zeugnis der aktuellen Geschehnisse, sondern auch eine Aufforderung zur Reflexion über die Zukunft und die gemeinsame Verantwortung für eine friedliche Koexistenz.
 
Halina Hildebrand

Wohnung im Kibbuz Kfar Aza
Kühlschrank im Kibbuz Kfar Aza
Lior, Binnenflüchtige aus Sderot — temporäre Unterbringung im Hotel
Olya, Binnenflüchtige aus Kibbuz Kfar Aza — temporäre neue Heimat im Kibbuz Shwaim
Batia, Binnenflüchtige aus Kibbuz Kfar Aza, temporär im Kibbuz Shwaim — Die gute Seele, die Babydecken strickt
Moisheke, Reservist — Schutz für die Binnenflüchtlinge
Haus im Kibbuz Kfar Aza
Nomi und Cobi aus dem Kibbuz Kfar Aza: Ohne die Rückkehr der Geiseln ist unser Leben unvollständig.
Natamo und ihre Mutter Tzipora, Binnenflüchtlinge aus Sderot, temporär im Hotel untergebracht
Fanny, Binnenflüchtige aus dem Kibbuz Magen: Vor 9 Jahren habe ich meinen Sohn im Krieg verloren und jetzt mein Zuhause.
Wohnung im Kibbuz Kfar Aza
Yuri, Überlebender des Massakers, in seinem zerstörten Haus: Auf diesem Bett kann ich höchstens stehen.
Tal, Binnenflüchtige — teilt das Zimmer im Hotel mit zwei Schwestern
Afek, Reservist: Eigentlich bin ich ein Dichter. Nur leider mit einer Waffe, da ich im Militär weiterschreibe.
Kibbuz Kfar Aza nach dem Massaker — Ein scheinbares Stück Normalität
Shiri, Binnenflüchtige aus dem Kibbuz Kfar Aza: Die Regierung soll lieber auf uns Junge hören, denn wir sind die Zukunft Israels.
Tagit, Tante der entführten Kinder Ella und Daphna
Danny — Vater des entführten Omri
Haus im Kibbuz Kfar Aza
Ort der Solidarität in Tel Aviv — Spendensammelstelle für Binnenflüchtlinge
Tal, Freiwillige in der Spendensammelstelle für Binnenflüchtlinge
Ido, Freiwilliger in der Spendensammelstelle für Binnenflüchtlinge
Asif, Überlebender aus dem Kibbuz Nir Oz, vor dem Bild seiner ermordeten Mutter
Tkuma, im Süden Israels — Von der Hamas zerstörte Autos von Teilnehmern des Supernova Festivals
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